Meine Geschichte

  • Schwarzweiss Szene Flur mit Kinderrucksack Dokument Jugendamt Weinglas und Smartphone – Symbolbild fuer Rueckfall und Schutz des Kindes
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    Kapitel 7: Was am Ende bleibt

    Nach dem schönsten Tag: der schnelle Schatten Die Hochzeit war ein voller Erfolg – ein Tag voller Liebe, Lachen, Freunde. Eine Woche später stand der Elefant wieder im Zimmer. Erst die vertrauten Wellen aus 2–3 Tagen, dann Ruhe. Ich kannte das Muster und funktionierte: suchen, verstecken, die Kleine schützen. In mir wuchs die Ahnung: Solange es ein Ziel gibt, bleibt die Welt stabil. Ist das Ziel vorbei, stürmt er wieder los. Oktober: Wenn drei Tage nicht mehr reichen Im Oktober kippte etwas. Sie trank täglich – mal mehr, mal weniger, aber eben täglich. Der Automatismus setzte ein: beobachten, sichern, durchatmen, hoffen. Der 6. Geburtstag unserer Tochter rückte näher. Ich klammerte…

  • Koffer und Kinderschuhe im Flur sowie Schlüssel auf Wohnungsplan – zweite Therapie und Umzug
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    Kapitel 5: Zwischen Therapie und Neubeginn

    Ich wünsche mir so sehr, dass es endlich ruhig wird. Stattdessen lerne ich, wie laut Stille sein kann, wenn man nur noch funktioniert. Juni 2022 – Zweite Therapie: funktionieren statt fühlen Als sie zur zweiten Therapie aufbricht, bleibe ich draußen. Es sind ihre Ziele, ihre Absprachen – nicht meine. Ich trage einmal einen Koffer in die Klinik und gehe wieder. Mehr schaffe ich zu diesem Zeitpunkt nicht.Wir haben wenig Kontakt. Ab und zu schicke ich ein Foto unserer Tochter. Ich frage nicht nach, wie es ihr geht – aus Selbstschutz, aus Müdigkeit, vielleicht auch, weil ich nicht noch einmal an Hoffnungen klammern will, die mich schon so oft haben fallen…

  • Familie mit Mundschutz und Weinflasche im Hintergrund – Co Abhängigkeit und Belastung in der Corona Pandemie
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    Kapitel 4 – Rückfall und Corona

    Co Abhängigkeit im neuen Alltag nach der Geburt Der Umzug im November 2019, ein paar Wochen nach der Geburt unserer Tochter, fühlte sich für mich wie ein Neuanfang an. Neue Wohnung, neue Umgebung, näher bei meiner Mutter, dazu dieses kleine Wesen, das unser Leben auf den Kopf gestellt hat.Ich habe mit ihrem Vater die Wohnung hergerichtet, Möbel aufgebaut, Kisten geschleppt. Es war anstrengend, klar – aber vor allem war es ein gutes Gefühl. So, als hätten wir das Schwere hinter uns gelassen. Sie war eine liebevolle, aufopfernde Mutter. Vollkommen in der Mutterrolle, müde, erschöpft, aber präsent für unsere Tochter. Für mich war das Thema Alkohol in dieser Zeit mental nicht…

  • Schwarzweiß-Foto eines Sofas mit Decke – stille Alltagsszene nach der ersten Therapie in einer co-abhängigen Beziehung
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    Kapitel 3 – Die Zeit der leisen Hoffnung

    Der Alltag nach der Therapie war fast derselbe wie vorher. Wir gingen arbeiten, wir kochten, wir lachten, wir planten. Nur ohne den Alkohol. Und das allein war schon eine Veränderung, die ich mit beiden Händen gehalten habe. Neubeginn nach der Therapie In den ersten Tagen war ich angespannt. Ich beobachtete unauffällig, hörte hin, roch, sah, fühlte.Nicht, weil ich kontrollieren wollte. Sondern weil ich es einfach nicht lassen konnte. Während sie in der Therapie war, hatte ich alles aus dem Haus entfernt, was daran erinnerte.Schränke geleert.Flaschen weggebracht.Regale gewischt.Als würde ich damit auch etwas in mir neu aufstellen. Und dann gab es diese ersten Wochen, in denen sich etwas beruhigte. In denen…

  • Schwarzweißfotografie einer unscharfen Flasche im harten Licht, als Symbol für den stillen Moment, in dem eine Alkoholabhängigkeit in der Beziehung erkennbar wird.
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    Kapitel 2 – Als ich begann zu sehen

    Am Anfang wirkte alles ganz normal.Bier beim Fußball. Sekt, wenn jemand zu Besuch war. Dieses ganz gewöhnliche „Wir stoßen an, weil wir zusammen sind“. Ich habe darin nichts gesucht, also konnte ich auch nichts finden. Ich hatte keinen Rahmen, in dem ich das hätte einordnen können. Es war einfach Teil unseres Alltags, der sich warm und nah anfühlte. Doch mit der Zeit wurde etwas anders. Nicht laut. Nicht plötzlich. Mehr wie ein Ton, den man erst hört, wenn man ganz still wird. Sie war öfter müde, zog sich zurück, schlief nach der Arbeit lange. Etwas schob sich zwischen uns, aber ich wusste nicht, wie ich es benennen sollte. Ich hatte…

  • Schwarzweiß-Fotografie eines Tischs mit zwei Tassen im harten Fensterlicht, als Symbol für den Anfang einer Beziehung mit stillen Spannungen und frühem Ungesagtem in einer co-abhängigen Dynamik.
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    Kapitel 1 – Wie alles begann

    Ich erinnere mich an den Anfang.Nicht als etwas Drastisches oder Schmerzhaftes.Sondern als etwas Warmes, Näheres, Weiches.Als würde jemand sagen: „Ich sehe dich.“Und ich wollte gesehen werden. Vielleicht stärker, als mir damals bewusst war. Was Co-Abhängigkeit bedeutet, erkläre ich hier:→ Co-Abhängigkeit – Was steckt dahinter? Doch leicht war es nicht. Sie war noch nicht wirklich frei.Ein Teil von ihr war noch in einer anderen Beziehung, und unsere Verbindung lebte in Zwischenräumen. In Gesprächen, die länger wurden als geplant. In Blicken, die mehr sagten, als wir zugeben wollten. Ich wartete, hoffte, hielt fest. Ich sagte mir, dass Liebe so sein darf: kompliziert, unklar, zeitversetzt. Vielleicht war das schon ein erstes Zeichen.Aber ich…