• Familie mit Mundschutz und Weinflasche im Hintergrund – Co Abhängigkeit und Belastung in der Corona Pandemie
    Meine Geschichte

    Kapitel 4 – Rückfall und Corona

    Co Abhängigkeit im neuen Alltag nach der Geburt Der Umzug im November 2019, ein paar Wochen nach der Geburt unserer Tochter, fühlte sich für mich wie ein Neuanfang an. Neue Wohnung, neue Umgebung, näher bei meiner Mutter, dazu dieses kleine Wesen, das unser Leben auf den Kopf gestellt hat.Ich habe mit ihrem Vater die Wohnung hergerichtet, Möbel aufgebaut, Kisten geschleppt. Es war anstrengend, klar – aber vor allem war es ein gutes Gefühl. So, als hätten wir das Schwere hinter uns gelassen. Sie war eine liebevolle, aufopfernde Mutter. Vollkommen in der Mutterrolle, müde, erschöpft, aber präsent für unsere Tochter. Für mich war das Thema Alkohol in dieser Zeit mental nicht…

  • Schwarzweiß-Foto eines Sofas mit Decke – stille Alltagsszene nach der ersten Therapie in einer co-abhängigen Beziehung
    Meine Geschichte

    Kapitel 3 – Die Zeit der leisen Hoffnung

    Der Alltag nach der Therapie war fast derselbe wie vorher. Wir gingen arbeiten, wir kochten, wir lachten, wir planten. Nur ohne den Alkohol. Und das allein war schon eine Veränderung, die ich mit beiden Händen gehalten habe. Neubeginn nach der Therapie In den ersten Tagen war ich angespannt. Ich beobachtete unauffällig, hörte hin, roch, sah, fühlte.Nicht, weil ich kontrollieren wollte. Sondern weil ich es einfach nicht lassen konnte. Während sie in der Therapie war, hatte ich alles aus dem Haus entfernt, was daran erinnerte.Schränke geleert.Flaschen weggebracht.Regale gewischt.Als würde ich damit auch etwas in mir neu aufstellen. Und dann gab es diese ersten Wochen, in denen sich etwas beruhigte. In denen…

  • Schwarzweißfotografie einer unscharfen Flasche im harten Licht, als Symbol für den stillen Moment, in dem eine Alkoholabhängigkeit in der Beziehung erkennbar wird.
    Meine Geschichte

    Kapitel 2 – Als ich begann zu sehen

    Am Anfang wirkte alles ganz normal.Bier beim Fußball. Sekt, wenn jemand zu Besuch war. Dieses ganz gewöhnliche „Wir stoßen an, weil wir zusammen sind“. Ich habe darin nichts gesucht, also konnte ich auch nichts finden. Ich hatte keinen Rahmen, in dem ich das hätte einordnen können. Es war einfach Teil unseres Alltags, der sich warm und nah anfühlte. Doch mit der Zeit wurde etwas anders. Nicht laut. Nicht plötzlich. Mehr wie ein Ton, den man erst hört, wenn man ganz still wird. Sie war öfter müde, zog sich zurück, schlief nach der Arbeit lange. Etwas schob sich zwischen uns, aber ich wusste nicht, wie ich es benennen sollte. Ich hatte…

  • Schwarzweiß-Fotografie eines Tischs mit zwei Tassen im harten Fensterlicht, als Symbol für den Anfang einer Beziehung mit stillen Spannungen und frühem Ungesagtem in einer co-abhängigen Dynamik.
    Meine Geschichte

    Kapitel 1 – Wie alles begann

    Ich erinnere mich an den Anfang.Nicht als etwas Drastisches oder Schmerzhaftes.Sondern als etwas Warmes, Näheres, Weiches.Als würde jemand sagen: „Ich sehe dich.“Und ich wollte gesehen werden. Vielleicht stärker, als mir damals bewusst war. Was Co-Abhängigkeit bedeutet, erkläre ich hier:→ Co-Abhängigkeit – Was steckt dahinter? Doch leicht war es nicht. Sie war noch nicht wirklich frei.Ein Teil von ihr war noch in einer anderen Beziehung, und unsere Verbindung lebte in Zwischenräumen. In Gesprächen, die länger wurden als geplant. In Blicken, die mehr sagten, als wir zugeben wollten. Ich wartete, hoffte, hielt fest. Ich sagte mir, dass Liebe so sein darf: kompliziert, unklar, zeitversetzt. Vielleicht war das schon ein erstes Zeichen.Aber ich…