• Schwarzweiss Szene Flur mit Kinderrucksack Dokument Jugendamt Weinglas und Smartphone – Symbolbild fuer Rueckfall und Schutz des Kindes
    Meine Geschichte

    Kapitel 7: Was am Ende bleibt

    Nach dem schönsten Tag: der schnelle Schatten Die Hochzeit war ein voller Erfolg – ein Tag voller Liebe, Lachen, Freunde. Eine Woche später stand der Elefant wieder im Zimmer. Erst die vertrauten Wellen aus 2–3 Tagen, dann Ruhe. Ich kannte das Muster und funktionierte: suchen, verstecken, die Kleine schützen. In mir wuchs die Ahnung: Solange es ein Ziel gibt, bleibt die Welt stabil. Ist das Ziel vorbei, stürmt er wieder los. Oktober: Wenn drei Tage nicht mehr reichen Im Oktober kippte etwas. Sie trank täglich – mal mehr, mal weniger, aber eben täglich. Der Automatismus setzte ein: beobachten, sichern, durchatmen, hoffen. Der 6. Geburtstag unserer Tochter rückte näher. Ich klammerte…

  • Schwarzweiß-Szene: Kinder-Rucksack an der Tür, Smartphone und Jugendamt-Zettel mit Weinglas – Symbolbild für Rückfall, Kindergarten-Vorfall und Hilfe durch das Jugendamt
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    Kapitel 6: Zwischen Hoffnung und Grenzen

    Triggerwarnung: Alkoholrückfall, Kindeswohl, Behördenkontakt. Nach dem Einzug: kurze Ruhe, bekanntes Muster Nach dem Einzug in die neue Wohnung war es zuerst still. Dann wieder diese kurzen Episoden: zwei, drei Tage Trinken, dann Wochenlang nichts. Ich kannte das mittlerweile—Suchen, Verstecke finden, entsorgen, die Kleine schützen, weitermachen.In mir wuchs die Vermutung: Solange es ein Ziel gibt—Umzug, Renovierung, irgendetwas, worauf man hinarbeitet—bleibt der Elefant im Schrank. Ist das Ziel erreicht, bricht er die Tür wieder auf. April 2024: Der Anruf, der alles kippt Ein früher Nachmittag, ich auf Tagesdienstreise, etwa 90 Minuten von Zuhause. Der Kindergarten ruft an. Erst nichts Ungewöhnliches—bis ich höre, was passiert ist: Sie wollte unsere Tochter volltrunken abholen. Der…

  • Koffer und Kinderschuhe im Flur sowie Schlüssel auf Wohnungsplan – zweite Therapie und Umzug
    Meine Geschichte

    Kapitel 5: Zwischen Therapie und Neubeginn

    Ich wünsche mir so sehr, dass es endlich ruhig wird. Stattdessen lerne ich, wie laut Stille sein kann, wenn man nur noch funktioniert. Juni 2022 – Zweite Therapie: funktionieren statt fühlen Als sie zur zweiten Therapie aufbricht, bleibe ich draußen. Es sind ihre Ziele, ihre Absprachen – nicht meine. Ich trage einmal einen Koffer in die Klinik und gehe wieder. Mehr schaffe ich zu diesem Zeitpunkt nicht.Wir haben wenig Kontakt. Ab und zu schicke ich ein Foto unserer Tochter. Ich frage nicht nach, wie es ihr geht – aus Selbstschutz, aus Müdigkeit, vielleicht auch, weil ich nicht noch einmal an Hoffnungen klammern will, die mich schon so oft haben fallen…